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Han Sol Lee Eo, geboren in Busan (Südkorea), ist als Violinistin und Kulturproduzentin sowohl in Europa als auch in Korea aktiv. Sie leitet das Alte-Musik-Ensemble Nuri Collective und wirkt zudem als Konzertmeisterin in verschiedenen Formationen, darunter im Bremer Barockorchester und im Ensemble 300+. Im Jahr 2024 wurde sie mit dem Schmelzer-Preis beim Heinrich-Schmelzer-Wettbewerb im Stift Melk ausgezeichnet.
Ihr Debüt gab sie bereits im Alter von 13 Jahren mit dem Wonju Philharmonic Orchestra. Das Musikstudium nahm sie mit 17 Jahren in Deutschland auf und schloss es an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Latica Honda-Rosenberg und Irene Wilhelmi mit dem Diplom ab. Im Anschluss spezialisierte sie sich auf Barockvioline bei Prof. Irmgard Huntgeburth und absolvierte ihr Masterstudium als Solistin mit Auszeichnung.
Die intensive Auseinandersetzung mit der Barockvioline eröffnete ihr neue musikalische Horizonte. Seit 2015 vertieft sie ihre Expertise durch Meisterkurse und Projekte mit renommierten Musikern wie Christoph Huntgeburth, Florence Malgoire, Enrico Onofri, Emilio Moreno, Paul Agnew, Pedro Memelsdorff, Manfredo Kraemer und Sigiswald Kuijken.
Als Gründerin und Leiterin des Nuri Collective realisiert sie, unterstützt von diversen Kulturstiftungen, innovative Projekte an der Schnittstelle von Tradition und Moderne. Produktionen wie die Uraufführung der „Elsterkantate“ von Yonghee Kim schlagen dabei eine kulturelle Brücke zwischen Europa und Korea. Ihre künstlerische Tätigkeit führte sie bereits zu internationalen Kooperationen und Gastspielen in Korea, Japan, Spanien, der Schweiz sowie in zahlreichen weiteren Ländern.
Derzeit widmet sie sich der Erforschung vielfältiger Repertoires und initiiert Konzertprojekte, die den Austausch zwischen Europa und Südkorea fördern. Dabei verfolgt sie das Ziel, durch innovative Programmgestaltung neue künstlerische Erfahrungsräume zu schaffen.